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I DON'T LIKE SUNDAYS!

 

Sonntags habe ich manchmal den Eindruck, jemand hätte eine Dose aufgemacht. Auf der steht dann sowas wie: 1 kg Gäste, am Verhungern, kein Trinkgeld. Sonntagsgäste eben: Sitzen kaum, rufen schon nach der Speisekarte, fragen, wie lange es wohl dauern wird. Gezahlt wird noch während des Essens. Beim Kaffeegeschäft dasselbe. Und das am heiligen Sonntag! Dem schlechtesten Trinkgeld-Tag überhaupt.

 


 

Folgende Szene zum Beispiel ist eine Sonntags-Szene. Der Laden ist voll, Kinder krakeelen, Hunde bellen, eine Wandergruppe singt aus vollem Herzen. Zwischen den Tischen ist kaum ein Durchkommen mehr. Eine vierköpfige Familie hat dennoch einen Platz erbeutet. Während die Kinder sich an den Haaren ziehen und der Mann einer anderen hinterherschaut, sucht die Mutter mit gehetztem Blick nach der Bedienung.

 

Mutter:

 

Kellnerin:

Mutter:

 

Kellnerin:

Mutter:

 

Kellnerin:

 

Mutter:

 

Sohn:

Mutter:

 

Tochter:

 

Mutter:

 

Kellnerin:

 

 

Kinder:

 

Vater:

 

Kellnerin:

 

 

Justin:

Lisa:

Mutter:

 

Vater:

 

Justin:

Lisa:

Kellnerin:

 

Mutter:

 

 

Kellnerin:

Justin:

Lisa:

Justin:

Mutter:

 

Lisa:

 

Mutter:

 

Lisa:

 

Vater:

 

Lisa:

 

Vater:

 

Lisa:

Kinder:

 

Mutter:

 

 

Vater:

Mutter:

 

 

Kellnerin:

Vater:

 

Kellnerin:

Vater:

 

Kellnerin:

Vater:

Kellnerin:

 

Mutter:

Kellnerin:

 

 

Mutter:

 

 

 

 

Kellnerin:

 

 

 

Koch:

 

 

Kellnerin:

 

Koch:

Köche:

Koch:

 

Kellnerin:

"Können Sie bei uns mal die Bestellung aufnehmen? Wir haben's ein bisschen eilig".

"Entschuldigung, aber der Tisch ist reserviert."

"Ja, habe ich gesehen, aber da steht, erst in einer halben Stunde. Das wird doch wohl reichen, oder?"

"Es ist Mittagszeit, tut mir leid."

"Na, das kommt ja wohl darauf an, wie schnell Sie sind, oder? Wir wollen eh nur Pommes."

(resigniert)

"Wenn Sie meinen. Bitteschön."

"Also, wir nehmen zwei kleine Apfelschorlen für die Kinder, zwei große für ..."

"Mama, ich will eine Cola!"

"Naiin, Justin, es gibt keine Cola heute. Also, zwei große Apfel..."

"Mama, ich will auch Cola! Wenn Justin Cola kriegt, will ich auch Cola!"

"Nein, Lisa, es gibt keine Cola! Nicht für dich und nicht für deinen Bruder! Basta!"

(ernst)

"Wir haben auch gar keine Cola mehr. Die ist vorhin ausgegangen."

(schauen sich ungläubig an)

"..............."

"Was, Sie haben keine Cola mehr? Na, das ist ja 'ne Planung! Gibt's denn noch 'was zu essen?"

(säuerlich)

"Ich denke, da lässt sich 'was machen. Was darf's

denn sein?"

"Papa, darf ich 'ne Sprite?"

"Ich will auch 'ne Sprite!"

(atmet hörbar aus)

"Also..."

"Also gut, zwei Sprite für die Kinder, zwei große Apfelschorl..."

"Mit Strohhalm, mit Strohhalm!"

"Auch mit Strohhalm, auch mit Strohhalm!"

"Also, zwei Sprite mit Strohhalm, zwei große Apfelschorlen..."

"Genau. Dann nehmen wir noch zweimal dieses Kindergericht, aber ohne Salat. Geht das auch mit Pommes?"

"Kein Problem. Mit Mayo oder Ketchup?"

"Mayo!"

"Ketchup. Und Mayo!"

"Hä, seit wann isst'n du Mayo?"

"Ja, Lisa, du isst doch gar keine Mayo. Lass' das mal weg."

"Doch, ich ess' Mayo. Ich will mit Mayo.

Und Ketchup."

"Lisa, mit der Mayo gibt es immer Ärger. Wir lassen

die heute weg."

(fängt an zu heulen)

"Aber ich will mit Mayo! Ich will mit Mayo!"

"Machen Sie die Mayo bitte in ein extra Schälchen.

Ok, Lisa?"

(schreit)

"Immer krieg' ich keine Mayo! Ich will aber Mayo!"

"Lisa, hallo!! Du bekommst ja deine Mayo! Sei jetzt bitte wieder ruhig, ja? Alles klar, Schätzchen?"

"Alles klar, Schätzchen!"

(lachen und glucksen)

"Alles klar, Schätzchen. Alles klar, Schätzchen."

(atmet aus)

"Wunderbar. Also, wir nehmen dann, äähh,

was war das jetzt...?"

"Na, du wolltest doch die Backkartoffel."

"Achso, ja, einmal die Ofenkartoffel mit Quark.

Können Sie die aus der Folie 'rausmachen? Das ist immer so blöd, wenn da der Quark drüber ist."

"Kein Problem. Und der Herr?"

"Ich nehme das Schnitzel, aber mit Bratkartoffeln. Geht das?"

"Selbstverständlich."

"Und beim Salat bitte keine Tomaten, wenn die aus Holland sind. ... Sind sie?"

"Bin ich was ...?"

"Die Tomaten. Sind die aus Holland?"

"Achso, äh, da bin ich jetzt überfragt. Ich gebe es aber gern weiter. War's das dann bei Ihnen?"

"Jaja. Wie lange dauert das jetzt ungefähr?"

(fassungslos)

"Entschuldigung, aber wir tun wirklich unser Bestes."

"Ist ja gut, war ja nur 'ne Frage. Sie brauchen doch den Tisch gleich, oder? Dann geben Sie's mal an die Küche weiter. Und bringen Sie dann auch gleich die Rechnung mit."

 

(in der Küche)

"Jungs, tut mir leid, könnt Ihr den Bon hier vorziehen? Die haben sich einfach an einen reservierten Tisch gesetzt."

"Sag' mal, spinnst Du? Hier hängen ungefähr 124 Bons! Sollen woanders essen, wenn's ihnen zu lang dauert!"

"Bitte, bitte! Draußen ist Chaos, die machen mich  fertig! Ich geb' auch einen aus!"

"Jetzt heult sie gleich!"

(lachen und fluchen)

"Na, gib' her. Absolute Ausnahme, klar? Und erst muss das Menü hier 'raus, ok?"

"Ok, ok. Küsschen, Arschloch."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zehn Minuten später geht das Essen an den Tisch.

 

Mutter:

 

Kellnerin:

Mutter:

Kellnerin:

 

Mutter:

 

Kellnerin:

 

 

Mutter:

 

"Na, sehen Sie, hat doch geklappt. Ich zahle dann

auch gleich."

"Guten Appetit erstmal!"

"Jaja. Was macht das?"

"Ich muss erst die Rechnung ziehen. Einen kleinen Moment bitte, ja?"

(ungeduldig)

"Ham Se die noch nicht dabei?"

(zügelt sich)

"Entschuldigung, bitte! Ich habe nur zwei Hände und ein Hirn! Und andere Gäste auch noch dazu!"

"Ist ja gut! Was sind Sie denn so gereizt?"

(halblaut zum Ehemann)

"Die ist ja vielleicht unfreundlich."

 

Zwei Minuten später, Kellnerin unterbricht beim Essen.

 

Kellnerin:

Mutter:

 

 

Kellnerin:

"Die Rechnung für Sie! Macht 24,20, bitte."

(kaut und legt drei Zehn-Euro-Scheine hin)

"Warten Sie, 20 Cent hab' ich passend. Können Sie mir noch ein paar Euro geben, für Zigaretten?"

"Mir reicht's, ich geh' nach Hause!"

 


 

Sonntags werden wir zu Bedien-Automaten. Wir beten zur Göttin des Gastgewerbes, auf dass nichts Schlimmeres passieren möge: Keine Scherben, keine Beschwerden, kein Kreislaufkollaps. All das würde den Betrieb verzögern oder unweigerlich zum Zusammenbruch führen. Die ganze fein abgestimmte Choreographie – in Szene gesetzt mit einem Minimum an Personal – sie wäre dahin.

 

Die häufigsten Sätze der Gäste an einem Sonntag:

 

"Dürfen wir auch mal bestellen?"

"Haben Sie keine Karte?"

"Welche Kuchensorten haben Sie denn?"

"Bei Ihnen ist es aber voll heute!"

"Bei Ihnen ist es aber laut heute!"

"Sagen Sie, wie lange dauert das denn noch?"

"Warum haben die schon Getränke? Die sind doch nach uns gekommen?"

"Sie Arme! Wie halten Sie das bloß aus?"

"Na, Sie wissen heute abend aber auch, was Sie getan haben!"

 

Die häufigsten Sätze des Personals an einem Sonntag:

 

"Ich komme gleich zu Ihnen, einen Moment, bitte!"

"Ich räume gleich ab, einen Moment, bitte!"

"Ich muss jetzt 'was essen, sonst kipp' ich um!"

"Es tut mir leid, wir haben nur zwei Kaffeemaschinen."

"Ich muss so dringend Pippi!!!"

"Die sind ja wieder geizig heute!"

"Ich hab' keine Lust mehr!"

"Wir haben Käsekuchen, Apfelkuchen, Mohnkuchen, Bienenstich,

Schwarzwälder usw..."