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HAM' SE MAL DIE ZIGGI?


Er ist schon 'ne coole Nummer, der Thekenhocker mit der Fluppe im Maul. Vor sich den überquellenden Aschenbecher, neben sich die abgeranzten Kumpels, deren gelbe Finger sich haltsuchend an ihre Biergläser klammern. Fettige Haare, fahle Haut, säuerliche Ausdünstungen. Aus den Mündern kommt außer Rauch und Rülpsen auch sonst nichts Gescheites.

 

Zugegeben, dieses Raucherbild ist kein nettes, aber auch nicht ganz verkehrt. Wer jahrelang hinter verqualmten Theken Pils gezapft hat, weiß, dass hier keine Schönheits-Wettbewerbe gewonnen werden. Und selbst wenn noch ein paar ansehnliche Exemplare darunter sind – alles nur eine Frage der Zeit ...

 

Bei diesen Hardcore-Hockern hat sich seit den NRschG denn auch nicht viel geändert. Sie sind halt Vereinsmeier geworden und rauchen nun im Club weiter. Ein bisschen diskriminiert, aber ungestört. Die Nichtraucher danken es ihnen und den vernünftigen unter den Wirten: Endlich freie Luft, um ungestört essen, reden, trinken und flirten zu können. Ohne Hustenanfälle, ohne rote Augen.

Raucherecke 

Kommen beide Spezies in einer Lokalität zusammen, ist es wie im Zoo: Beide gucken durch die Glasscheibe auf die anderen traurigen Tiere. Zwei Welten. Nur, dass die Raucher schwerer zu erkennen sind, weil die Luft so dick ist. Diese Räucherkammern haben natürlich einen entscheidenden Nachteil: Der Service muss trotzdem 'rein, ob er will oder nicht.

 

Dabei hat eine irische Studie schon 2005 nachgewiesen, dass Beschäftigte in der Gastronomie erheblich belastet sind: Schon ein Jahr nach dem Rauchstop in den Pubs ging es ihnen deutlich besser. Vor allem die Nichtraucher profitierten vom neuen Gesetz, da sie ja nur am Arbeitsplatz beeinträchtigt waren. Mehr Informationen gibt es beim → dkfz. unter dem Titel "Report zum Gesundheitsrisiko ... in der Gastronomie".

 

Leider wollen diese Warnungen beim Fußvolk gar nicht so richtig ankommen. Schätzungsweise 99 Prozent des gastronomischen Personals quarzen, und die stehen seit der Frischluft-Offensive ganz schön unter Stress: Kein kostenloses Mitrauchen bei den Gästen mehr, keine Zichte während der Kasseneingabe. Auch die Theker mussten ihre persönlichen Aschenbecher wegräumen, in denen pro Abend locker eine Schachtel nutzlos verqualmte, weil es dann doch hektisch wurde.

 

»Den Rauchern geht's jetzt besser als vorher, weil sie so oft draußen an der frischen Luft stehen«, lästern die nichtrauchenden KollegInnen. Der Umkehrschluss: Ihnen selbst geht's jetzt schlechter, weil sie die Rauchpausen der anderen abfangen, damit überhaupt jemand beim Gast ist. Meist läuft dies unter kollegialer Duldung, es hat aber auch schon Ärger gegeben. Vielleicht wäre hier ein kleiner Trinkgeld-Bonus angesagt...?

 


 

Was über all den Streitereien fast vergessen wird: Insgesamt ist Deutschland durch die NRschG freundlicher geworden, um nicht zu sagen mediterran gelassen. Die Außengastronomie läuft nun fast ganzjährig, auch bei 5° Celsius – das sollen uns die Südländer erst mal nachmachen! Ob mit oder ohne Heizpils, äh Heizpilz, irgendein Raucher findet sich immer, der bei Schneeregen auf der Terrasse sitzt und vorwurfsvoll nach dem Aschenbecher fragt.

 

Sammeln sich mehrere Raucher draußen, erschließen sich ganz andere Kontaktmöglichkeiten als früher. Die Außen-Aschenbecher sind meist so klein, dass man ums Kuscheln nicht herumkommt. Und auch die Nichtraucher haben etwas davon: Können sie bei ihrer Partnersuche doch davon ausgehen, dass garantiert alle Raucher draußen stehen und im Gastraum nur gesundes Material verblieben ist.

 

Bis diese Vorteile von den verfeindeten Lagern wahrgenommen werden, dauert es vielleicht noch ein bisschen. Mit pubertären Ausfällen ist also nach wie vor zu rechnen. So wie kürzlich von einem Senior, der nach dem Essen einfach seine Zigarre anzündete und nach mehrmaligen Rügen des Personals von seiner Gattin hinausbugsiert wurde. Er dachte bestimmt, er heißt Schmidt. Hatte auch so 'ne Mütze auf.

 


 

Insgesamt aber sind viele Raucher demütiger geworden. Wenn auf den Tischen im Außenbereich nicht überall Aschenbecher stehen, fragen sie mittlerweile ganz schüchtern an, ob sie 'rumsüchteln dürfen. So ist's recht. Denn auch draußen ist der Service eine Zumutung, wenn man am Tisch steht und der Qualm direkt senkrecht in die Nase steigt. Außerdem: Aschenbecher putzen, das kommt gleich nach Erbrochenem wegwischen.

 

Viele Raucher spüren das wahrscheinlich. Diese subtile Diskriminierung, die keine lauten Worte mehr braucht. Sie schlagen auf ihre Weise zurück: Die Kippen werden einfach auf den Boden geworfen, auf dem Kuchenteller und im Teebeutel ausgedrückt oder in der leeren Cola-Flasche versenkt. Eine hübsche Geste für all die, die putzen müssen – nämlich uns.

 

Der letzte Stich ist dennoch unser: Kein Zigarettenservice mehr! Sollen sie doch zusehen, wo sie ihr Kleingeld herkriegen, den langen Weg zum Automaten selbst gehen, an der Handhabung der Ziggi-Karte scheitern und uns dann winselnd um Hilfe bitten.